Maikäfer flieg... 

Korrespondenzen und Berichte von Tante Lili, Leila und Nawar


Ausstellung vom  1. Dezember 2017 - 4. Februar 2018 

"Im Mittelpunkt dieses Ausstellungsprojektes stehen die Erfahrungswelten von Geflüchteten aus Syrien und einer aus Ostpreußen geflüchteten Familie." 


"Der Zweite Weltkrieg – der Syrienkrieg – Flucht und Vertreibung: das Projekt „Maikäfer flieg“ will den universellen und diachronen Charakter von Leid, Verlust und Überlebenswillen, die durch Krieg und Flucht verursacht werden, einfangen und präsentieren. Dafür verbinden sich historische Quellen mit aktuellen Zeugnissen, das gesprochene Wort, Musik und visuelle Impulse, um Erfahrungen und Innenwelten von Geflüchteten sichtbar und nachfühlbar zu machen."


"Der französische Philosoph Jean-Jaques Rousseau schrieb 1775 über das Mitleid, es sei die universellste und nützlichste Tugend des Menschen, welche der reinsten Regung der Natur entspringe, die jeder Reflexion vorangehe. Dafür wurde er von vielen Moralphilosophen kritisiert, da für sie Tugend vor allem mit Denken und nicht mit Fühlen zu tun habe. 
Dennoch ist die Empathie jenseits von Zeit und Raum, die durch die Gegenüberstellung eines lange vergangenen und als Teil der deutschen Geschichte anerkannten Flüchtlingsschicksals mit aktuellen Flüchtlingsbiographien hervorgerufen wird, fundamental. Denn diese Empathie macht unmittelbar bewusst, dass wir alle durch unser Menschsein verbunden sind. Und somit kann Empathie auch als Grundlage für die Erkenntnis dienen, dass eine globalisierte Welt auch globale Gerechtigkeit braucht. Diesen Erkenntnisprozess möchte die Ausstellung „Maikäfer flieg“ unterstützen."


(Auszug Pressetext 2017)


Ein Gemeinschaftsprojekt von:

Sophie Sanitvongs, Lisa Massetti und Mehmet Ungan



Ausstellung vom  1. Dezember 2017 - 4. Februar 2018 zeitgleich an drei Orten:


Teil 1   Erzählungen und Landkarten     Orientalischen Musikakademie Mannheim

Teil 2   Dokumente und Flug                   Gemeinschaftszentrum Jungbusch, Laboratorio17 

Teil 3   Stadt Geschichte                          Port25 - Raum für Gegenwartskunst



Vernissage:     30. November, Donnerstag, 19 Uhr, Port25-Raum für Gegenwartskunst Mannheim
Es sprechen:    Stefanie Kleinsorge 
                         Maria Lisa Massetti

Theaterstück:  Auszug aus „Beshno az ney - Kleine Anfrage nach Humanität“
                           von Anja Kleinhans / Musik: Mehmet Ungan  (20 Min.)


Vortrag: 26. Januar 2018, Freitag 19 Uhr, Port25 - Raum für Gegenwartskunst 


Referent: Prof. Dr. Philipp Gassert (Universität Mannheim Historisches Institut Lehrstuhl für Zeitgeschichte)

„Gemeinsame Geschichte im Lokalenfinden? Die Kurpfalz als Einwanderungsgesellschaft“

Musikbeitrag: Syrische Musiker der Orientalischen Musikakademie Mannheim/ Studenten der Popakademie BaWü




Die Ausstellung wird bis zum 24. März 2018 verlängert.




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